Gila Sternwarte Erbach

Neuestes Foto

M33, Dreiecksgalaxie, 10.9.2018

Es scheint mir als habe ich kein Himmelsobjekt öfter fotografiert als Messier 33. Immer, wenn ich auf die schnelle fotografieren will, steht sie dekorativ am Himmel.

Trotz der sparsamen Belichtungszeit von 1:14 Stunden, bin ich nicht ganz unzufrieden, aber der Arbeitsaufwand bei LRGB Aufnahmen ist schon immens. Warum ich so unterschiedliche Zeiten je Filter habe, kann ich nun nicht mehr sagen, jede Aufnahme zu 120 Sekunden. L:R:G:B - 26;18:16:14 Minuten. Moravian G3 16200 am 130/780 - Refraktor.

Mondmosaik aus fünf Videosequenzen, 27.5.2018

180 mm Maksutov (F/15) mit ASI 071c

Dies ist mein zweiter Versuch mit meinem neuen Planeten/Mond-Gerät, ich lasse es mal als First Light durchgehen. Ich warte immer noch auf wirklich traumhaften Mondhimmel, denn bei diesen Aufnahmen hatte ich mit Wolkenschleiern zu kämpfen, aber immerhin verformte sich nicht der ganze Mond wegen des extrem schlechten Seeings (wie beim ersten Versuch). Da der Mond zwar (für mich jedenfalls) recht ästhetisch getroffen ist, aber ansonsten keine Besonderheiten auf weist, habe ich mal die Krater Bode, Bode A und B markiert. Will ja jeder wissen, wo diese Krater liegen, oder?

Der Mak scheint nicht schlecht zu sein. Auf jeden Fall ist er einfach zu handhaben und lässt sich fein fokussieren. Auch konnte ich ihn, trotz malträtierter Schulter (treibe Sport und du bleibst gesund) recht einfach auf meiner festen Terrassenmontierung befestigen.  Ich habe am Stern mit einer Bahtinov-Maske fokussiert und bin dann zum Mond geschwenkt. Die tief gehende Schärfe fehlt, aber ich bin nicht unzufrieden.

Halbmond mit Rupes Recta
Hohe Auflösung
2018 04 24 2212 zunehmender Halbmond_mit[...]
JPG-Datei [9.8 MB]

Zunehmender Halbmond am 24.4.2018

Der Himmel war wirklich nicht gut, Dunst und dünne Cirren,  niemals ganz klar.
Da ich keine Lust hatte, bei diesen Bedingungen meine Terrassenmontierung zu bestücken, habe ich mal ein Deep Sky Gerät mit einer Deep Sky Kamera auf den Mond gehalten. Natürlich war bei der kürzest möglichen getesteten Belichtungszeit (0,03 s, laut Manual ist die kürzeste Zeit 0,2 s) der Mond hoffnungslos überbelichtet. Ich habe mir dann schnell eine Blende aus Pappe hergestellt und einen 10 cm Kreis ausgeschnitten. Da der immer noch viel zu hell war, habe ich diese Öffnung mit schwarzem Papier auf 6,5 (zufälliger Wert) cm Öffnungsdurchmesser gebracht. Nun ging es so gerade eben. Was für ein Teleskop habe ich denn nun. Die Brennweite bleibt erhalten, aber die effektive Öffnung ist ja erheblich reduziert. Das dürfte doch die Auflösung eines 65 mm Refraktors sein, oder?
Ich habe etwa 100 Fotos gemacht, bis ich auf die eigentlich naheliegende Idee kam, durch einen Farbfilter zu fotografieren. Jetzt stimmte die Belichtung ziemlich gut. Der Filter hat auch noch die Wirkung, die Schärfe zu erhöhen, da ein Teil des Lichts und ein Teil der schlechten Seeingeffekte ausgeblendet werden.
Was sagen die Optiker in unseren Kreisen, stimmt das?
Dann habe ich noch jeweils 10 Aufnahmen der oberen und der unteren Mondhälfte gemacht und je eines ziemlich schnell ausgewählt. Leider stellte ich dann fest, dass meine Kamera ja einen gewaltigen Spaltenfehler mitten durchs Bild hat, den ich nicht mit BIAS oder Flats weg rechnen konnte (0,03 s-Darks hatte ich nicht zur Verfügung). Beim herum probieren stellte ich fest, das Astroart ein tolles Repair tool beinhaltet. Man gibt die Zeilennummer oder die Spaltennummer (bei mir Spalte 2088) ein und schon werden in einer Sekunde die schadhaften Spaltenwerte nach den Werten recht und links daneben interpoliert. Der Fehler
ist total unsichtbar, ich bin begeistert. Jetzt nutze ich Astroart schon so lange, aber dieses praktische Tools ist mir noch nicht aufgefallen.
Mit dem Windows Tool Image Composite Editor (kostenlos, man muss es aber extra hochladen) habe ich in nullkommanichts ein 2er Mosaik hergestellt. Also hier ein Mond aus einer Einzelbelichtung mit einem stümperhaft abgeblendeten 12 Zoll RC und einer Moravian Deep Sky Kamera hergestellt. Zeitaufwand: 5 mal soviel, als wenn ich den Refraktor auf die Terrassenmonti geschraubt hätte. Aber ich bin nicht unzufrieden.

Findet jemand die Rupes Recta auf dem großen Bild? Ist etwas versteckt.
Nach meiner Erinnerung soll dieser lange Hang etwa 2-3 Tage lang sichtbar sein.
Ach ja, das kleine Dreieck aus den 3 Bodekratern ist auch prima zu sehen, vielleicht sollte ich es mal markieren?
 

NGC 2276 und NGC 2300, RC12, Moravian G3 16200, 1:06 Std., 27.2.2018

Dieses Pärchen ist etwa 110 Millionen Lichtjahre entfernt. Pärchen im wahrsten Sinne des Wortes, die beiden gehören nämlich schwerkraftsmäßig zusammen. NGC 2276 ist durch den Einfluss von NGC 2300 stark deformiert, die Asymmetrie ist deutlich zu sehen.

Viele kleine und ferne Galaxien sind als Beifang im Bild. Je länger man schaut, desto mehr findet man.

In NGC 2276 gibt es ein Schwarzes Loch der Mittelklasse, ein Intermediate mass black hole (Bitte googeln!). Diese Klasse der Schwarzen Löcher hat man lange gesucht und wohl erst 2006 erstmalig entdeckt. Mehr als 5 oder 6 IMBH's hat man noch nicht gefunden, eine Rarität also. Auf dem folgenden invertierten Bildausschnitt habe ich die Position gekennzeichnet.

NGC 2276 mit Position des Intermediate Mass Black Hole, ca. 50 000 Sonnenmassen.

NGC 7789, 7.2.2018, 130mm F/6, ASI 071c, 248 x 15 s

NGC 7789 oder auch Caroline's Rose Cluster (nach seiner Entdeckerin) gilt als eines der schönsten Objekte am Himmel für Beobachter. Dieser uralte Sternhaufen besteht überwiegend aus orangenen Riesen und etlichen Blue Stragglers (bitte googeln), deren Existenz man sich lange nicht erklären konnte (blaue, heiße inmitten uralter Riesen).

Der offene Haufen ist ca. 7600 Lichtjahre entfernt, 6,7 mag hell, hat etwa 15 000 Sterne, ist so groß wie der  halbe Vollmonddurchmesser und ist mit 1,5 Milliarden Jahren schon ziemlich alt.

Die Aufnahme wurde durch meinen "neuen" 130 mm F/6 Refraktor gemacht. In 15 s - Aufnahmen wurde insgesamt 32 Minuten belichtet. Das Foto wurde mit einer ASI 071 Farbkamera gemacht und per SharpCap automatisch gestackt.

M33, hohe Auflösung
M33.jpg
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M33, die Dreiecksgalaxie, 18.10.2017

Erstmals die ASI 071 an meinem 130 mm - Refraktor auf meiner Außenmontierung, einer CGEM. Die Belichtung betrug 52 mal 60 s, wegen der erstaunlichen Präzision der CGEM wurde die Aufnahme ohne Guiding gemacht.

M42, Orionnebel mit Atik 460 c, 130 mm Refraktor F/5,6, 19.1.2017

Zunehmender Halbmond, volle Auflösung
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JPG-Datei [19.3 MB]

5.1.2017, Zunehmender Halbmond

Dieses Foto ist ein Mosaik aus 11 Einzelbildern zusammen gesetzt. Erstnals bin ich mit der Bildqualität ziemlich zufrieden. Die Kamera war eine ASI 178 Farbkamera und das Teleskop mein 10 Zoll RC bei 2000 mm Brennweite.

Das Bild hat mich viel Mühe und etliche Stunden Arbeit gekostet, aber man lernt ja dazu. Der nächste Versuch wird bestimmt noch besser.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Mond etwa 368 000 km entfernt und ziemlich genau zu 50 % beleuchtet. Man sieht deutlich, dass in den Bereichen des sehr flachen Sonnenlichteinfalls (Nahe der Schattengrenze) die Kontraste ansteigen und die Krater viel deutlicher heraus treten.

6.1.2017 Rupes Recta, Lange Furche

Als ich am 6. 1. mit der Kamera über den Mond wanderte, fiel mir ein gerader schwarzer Strich auf, den ich erst für einen Bildfehler hielt. Ich nahm eine Videosequenz des Bereiches auf und dieses Foto entstand. Bei dem Bildfehler handelt es sich um Rupes Recta, früher als die Lange Wand bezeichnet. Es ist aber eher ein sanfter Anstieg, keine Wand, etwa 250 bis 300 m hoch, 2 bis 3 km breit und etwa 130 km lang. Der Schatten ist nur für 2, maximal 3 Tage bei tiefstehender Sonne zu sehen und verschwindet dann vollständig.

Mondkrater Albategnius, 21.9.2016

Dieses Bild habe ich neben 3 anderen Motiven bereits am 21. September aufgenommen. Ich habe erstmals meine Mond-/Planetenkamera ausprobiert. Wärend meine bisherigen Aufnahmen alles Einzelbelichtungen waren, ist dieses besser aufgelöste Bild das Testergebnis aus einem 3-Sekundenfilm. Die anderen Versuche waren deutlich unschärfer.

Der Krater Albategnius ist etwas links oberhalb der Bildmitte mit dem schönen Zentralberg. Er hat einen Durchmesser von 139 Kilometer und einen knapp 4 km hohen Ringwall.

Mit der ASI 178 MC an meinem 10 Zoll RC Teleskop habe ich den Mond bei 2000 mm Brennweite jeweils 3 bis 4 Sekunden gefilmt, und die entsprechende Software getestet.  Das Bildfeld beträgt etwa 12 x 8 Bogenminuten, (Zum Vergleich: Der Vollmond hat etwa 30 Bogenminuten Durchmesser). Nun freue ich mich auf den nächsten Mond bei klarem Himmel und viel längeren Filmsequenzen.

Bei der nächsten Planetensaison werde ich dann hoffentlich auch dabei sein.

NGC 6946 (Feuerwerksgalaxie) und der offene Sternhaufen NGC 6939

 


Dieses Foto habe ich schon am 3. Mai aufgenommen.
Es zeigt die Feuerwerksgalaxie (nicht Feuerradgalaxie) NGC 6946 und den Methusalem Sternhaufen NGC 6939.
Die Objekte liegen nahe der galaktischen Ebene und sind durch Gas und Staub stark verdunkelt. Die Entfernungsmessung bei solchen Objekten ist wohl ziemlich schwierig, aber neueste Messungen deuten auf etwa 21 Mill. Lichtjahre bei NGC 6946 und etwa 6000 LJ bei 6939 hin, wobei man ziemlich stark abweichende Angaben findet.
Interessant ist, das der Fire Cracker Weltrekordhalter bei Supernoven ist, 9 in den letzten 100 Jahren, und nicht der bekannte Bode-Nebel M82, wie ich immer glaubte.
Die Galaxie hat etwa einen Durchmesser von 11 Minuten (Mond 30) und eine Helligkeit von 9 mag. Der offene Haufen ist etwa 8 Minuten im Durchmesser und 7,8 mag hell. Ich nannte ihn Methusalem, weil er mit 1,6 Milliarden Jahren einer der ältesten Vertreter ist.
Das Teleskop war mein 130mm Refraktor, 730mm Brennweite,  die Kamera eine Atik 460c, 53 mal 5 Minuten, 4:25 Stunden. Die Wetterbedingungen waren nicht toll, die Bildbearbeitung ausgesprochen schwierig und oben links musste ich übel tricksen, um einen Reflex halbwegs wegzubekommen.
Das Besondere an diesem Bild? Hier habe ich erstmals galaktischen Staub fotografieren können, den Galaktischen Cirrus, kein Bildfehler, Mitte des Bildes bis nach rechts (Westen). Und das macht mich jedenfalls ziemlich zufrieden!

M51, Strudelgalaxie, RC 10 Zoll, F/8, ATIK One, 3 Stunden Belichtung, 10.4.2016
M33, Dreiecksgalaxie, 130mm Apo F/5,5, ATIK 460c, 2:00Std. Belichtung, 4.12.2015
NGC 7635 (Blasennebel) und M52, 2:35 Std., 9.9.2015
IC 1590 und NGC 281, Pacman Nebel

Dieses Foto entstand in 2 Nächten, am 12.8 und am 21.8.2015 mir meinem 130mm Refraktor bei 719 mm Brennweite und mit der Atik One im 2er Binning. Belichtet habe ich durch RGB Filter jeweils 11 mal 5 Minuten, Luminanz 8 mal 5 Minuten und H alpha 4 mal 10 und 2 mal 15 Minuten, also insgesamt 4 Stunden 35 Minuten. Mit der Auflösung und der Tiefe der Aufnahme bin ich ganz zufrieden, an der Sternabbildung muss ich demnächst noch arbeiten.

NGC 6960, Sturmvogel, nördlicher Teil (Teil des Cirrusnebels), 16.6.2015
Hohe Auflösung
NGC6960_Nord.jpg
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Vor ein paar Tagen habe ich meine Kamera ATIK One wieder an den Refraktor geschraubt und suchte ein leichtes, schnelles Objekt für ein Stündchen oder so. Fotografiert habe ich dann von Mitternacht bis 3 Uhr diesen Teil des Cirrusnebels, genannt "Sturmvogel" oder im Amerikanischen "Hexenbesen".

Der Stern 52 Cyg mit einer Helligkeit von 4,2 Mag macht es einem wirklich nicht einfach. Der Teil südlich von 52 Cyg kommt nun bei nächster Gelegenheit auch dran und dann möchte ich mal wieder ein Mosaik versuchen.
Im 2er Binning betrug die Belichtungszeit fast 2 1/2 Stunden, etwa gleich aufgeteilt in L, R, G, B und Ha mit dem 130mm F/5,5 Refraktor und der ATIK One 6.
Außer bei Halpha (300s) habe ich 120 Sekunden-Bilder aufgenommen. Im 2er Binning scheint mir das aber, um Sterne farblich darzustellen, schon zu viel zu sein, sie sind schon alle ausgebrannt. Zum Vergleich werde ich noch mal 30 Sek-Aufnahmen der Region anfertigen, vielleicht sieht's dann bunter aus.

M92, 10.5.2015

Diese RGB-Aufnahme wurde jeweils 15 mal 1 Minute im 2er Binning mit meiner ATIK One Kamera aufgenommen. Das Teleskop war mein 10-Zöller per Reducer auf 1340 mm Brennweite gebracht. Die 60 Minuten Belichtungszeit im 2er Binning entsprechen einer Zeit von 4 Stunden Belichtung ungebinnt. Die Bildschärfe sollte nicht gelitten haben, da Wetterbedingungen und Brennweite wohl nicht mehr hergegeben hätten.

Darks und Flats werden bei Gelegenheit mit eingearbeitet, sobald ich welche aufgenommen habe.

Der Kugelsternhaufen liegt im Sternbild Herkules und wird wegen der Nachbarschaft seines noch prächtigeren Kollegen M13 leicht übergangen. Er ist etwa 27000 Lichtjahre entfernt, enthält ca. 300000 Sonnnen und ist extrem alt.

 

Eine 60 Sekunden Zufallsbelichtung Komet Lovejoy C/2014 Q2 mit Geisterflugzeug
Hohe Auflösung
AirplaneLove_ret.jpg
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Komet C/2014 Q2 (Lovejoy), 14,1,2015

Aufnahmedaten: 130mm Refraktor, 718mm Brennweite, 60 Sekunden Belichtung, Farbkamera ATIK 383, Aufnahme 35 von 37

Das Flugzeug wurde durch seine eigenen Strobelights (ein Blitzlicht) beleuchtet und deshalb wird es scharf abgebildet. Die hellen Lichtstreifen der Positionslampen habe ich so gut wie möglich wegretuschiert.

Ein Zufallstreffer!

Hohe Auflösung
2014 12 28 zunehmender Halbmond.jpg
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zunehmender Halbmond, 28.12.2014

 

Nach wochenlangem schlechten Wetter oder zumindest bedeckten Himmel war an diesem späten Nachmittag der Himmel klar und versprach einen schönen Astroabend ( der dann doch nicht kam).

Ich habe meine Sternwarte aus dem Tiefschlaf erweckt, die Montierung ausgerichtet und die Kamera gekühlt. Obwohl nicht die richtige Ausrüstung dafür, peilte ich erst mal den Mond an und machte ein paar Testaufnahmen mit einer tausendstel Sekunde Belichtungszeit mit der Atik One Kamera am 130mm Refraktor bei 718mm Brennweite.

Zu meinem Erstaunen waren die Aufnahmen gar nicht so schlecht und eines der etwa 15 Fotos habe ich kurz nachgearbeitet, siehe oben. 

Die Ausrüstung ist für lichtschwache Deepsky-Aufnahmen optimiert und für Mond und Planeten eigentlich nicht geeignet.

Abnehmender 3/4 Mond, 6.2.2015